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Veganismus – Die Entstehungsgeschichte einer Bewegung

Vegan zu leben ist heute für viele Menschen ein Statement für Tierwohl, Umwelt und Gesundheit. Doch woher kommt der Veganismus eigentlich – und wie hat er sich zur weltweiten Bewegung entwickelt?


Die Wurzeln: Frühe Gedanken zu pflanzlicher Ernährung

Schon in der Antike gab es Philosophen wie Pythagoras, die sich für eine fleischlose Lebensweise aussprachen – meist aus ethischen oder spirituellen Gründen. Auch in Religionen wie dem Buddhismus, Jainismus oder Hinduismus gibt es eine lange Tradition des Vegetarismus, oft mit dem Ziel, keinem Lebewesen Leid zuzufügen.

Doch: Diese frühen Formen des Verzichts auf Tierprodukte waren in der Regel vegetarisch, nicht vollständig vegan.


Der Begriff „Veganismus“ entsteht

Die eigentliche Geburtsstunde des modernen Veganismus war 1944 in England. Dort gründete Donald Watson gemeinsam mit Gleichgesinnten die „Vegan Society“. Er prägte auch das Wort „vegan“, indem er die ersten und letzten Buchstaben des Wortes „vegetarian“ kombinierte – als Zeichen dafür, dass Veganismus die logische Weiterentwicklung des Vegetarismus sei.

Ziel: Eine Lebensweise, die vollständig auf die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten verzichtet – also keine Milch, Eier, Honig, Leder oder tierisch getestete Kosmetik.


Der Weg in die breite Öffentlichkeit

Lange Zeit war Veganismus eine kleine Nischenbewegung, die oft belächelt wurde. Doch seit den 2000er-Jahren hat sich das stark verändert:

  • Wissenschaftliche Studien betonen die Vorteile pflanzlicher Ernährung für Gesundheit und Klima.

  • Dokus wie Cowspiracy oder What the Health bringen das Thema in die Wohnzimmer.

  • Prominente wie Joaquin Phoenix, Billie Eilish oder Lewis Hamilton bekennen sich öffentlich zum Veganismus.

  • Vegane Produkte sind heute in jedem Supermarkt zu finden – von Hafermilch bis vegane Burger.


Warum Veganismus heute relevanter denn je ist

Der moderne Veganismus ist mehr als nur eine Ernährungsform – er ist Teil eines umfassenden ethischen und ökologischen Bewusstseinswandels:

  • Tierschutz: Gegen Massentierhaltung und Tierleid

  • Umweltschutz: Weniger CO₂, Wasserverbrauch und Flächenbedarf

  • Gesundheit: Weniger gesättigte Fette, mehr Ballaststoffe und Vitamine


Fazit:

Veganismus hat seinen Ursprung in alten philosophischen Ideen, wurde 1944 erstmals klar definiert – und ist heute eine dynamische, weltweite Bewegung. Was einst als radikal galt, ist heute in vielen Bereichen des Alltags angekommen.

Die Frage ist längst nicht mehr „Warum vegan?“, sondern:
„Warum eigentlich nicht?“