Geisternetze – Die unterschätzte Gefahr

Geisternetze, auch als „Geisternetz“ oder Lost Fishing Gear bezeichnet, sind alte oder verlorene Fischernetze, die jahrelang in den Ozeanen treiben. Sie stellen eine enorme Bedrohung für Meereslebewesen, Ökosysteme und sogar Menschen dar.

Was sind Geisternetze?

Geisternetze entstehen, wenn Fanggeräte wie Netze, Leinen oder Reusen im Meer zurückbleiben – entweder durch Unfälle, Stürme oder weil sie bewusst entsorgt werden. Viele Netze bestehen aus nicht biologisch abbaubaren Kunststoffen, die sich über Jahrzehnte halten.

Die Folgen für die Meereswelt

  • Gefahr für Tiere: Fische, Schildkröten, Seevögel und Meeressäuger verfangen sich in den Netzen und sterben oft qualvoll.
  • Zerstörung von Lebensräumen: Netze beschädigen Korallenriffe, Seegraswiesen und den Meeresboden.
  • Ökologische Langzeitwirkung: Plastiknetze zerfallen nur langsam zu Mikroplastik, das in die Nahrungskette gelangt.

Menschliche Risiken

  • Schifffahrt: Geisternetze können Propeller, Segel oder andere Ausrüstungen beschädigen.
  • Fischerei: Verlorene Netze fangen weiterhin Fische („Geisternetze fischen“) und reduzieren die Bestände, was die Arbeit von Fischern erschwert.

Maßnahmen gegen Geisternetze

  1. Rettungsaktionen: Organisationen wie „Ghost Fishing“ oder „Healthy Seas“ sammeln Netze aus dem Meer und recyceln sie.
  2. Nachhaltige Fischerei: Verwendung von Netzen mit Kennzeichnung und besseren Materialien reduziert Verluste.
  3. Aufklärung & Gesetzgebung: Strengere Regeln und Bewusstsein für die Folgen von Geisternetzen helfen, die Gefahr zu verringern.

Fazit

Geisternetze sind eine stille, aber tödliche Bedrohung für die Meere. Sie verdeutlichen, wie wichtig nachhaltige Fischerei, verantwortungsbewusstes Handeln und Umweltengagement sind. Jeder Beitrag zählt, ob durch Unterstützung von Reinigungsaktionen oder durch bewussten Konsum von Meeresprodukten.