Lebensmittelmotten – auch Dörrobstmotten genannt – gehören zu den häufigsten Schädlingen in Küchen und Vorratskammern. Doch was genau fressen sie eigentlich? Die Antwort: Sie sind wahre Feinschmecker, wenn es um getreide- oder stärkehaltige Lebensmittel geht – und nicht nur das.
Larven statt Motten: Wer frisst hier wirklich?
Die erwachsenen Motten (kleine, unscheinbare Falter) fressen gar nichts mehr – ihre Aufgabe ist es ausschließlich, sich fortzupflanzen. Die eigentlichen „Fresser“ sind die Larven, also die kleinen, weißen Raupen, die nach dem Schlüpfen aus den Eiern in Lebensmittel eindringen.
Auch spannend: Mehr Platz, weniger Strom: Wie du deine Küche nachhaltig aufrüstest – ganz ohne Plastikflut und Technikballast
Beliebte Nahrungsquellen für die Larven:
- Getreideprodukte: Mehl, Haferflocken, Müsli, Grieß, Reis, Nudeln
- Backwaren & Paniermehl: Besonders in offenen oder schlecht verschlossenen Verpackungen
- Trockenfrüchte: Rosinen, Datteln, Feigen, getrocknete Äpfel
- Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Sonnenblumenkerne
- Hülsenfrüchte: Linsen, Erbsen, Bohnen
- Tierfutter: Trockenfutter für Hunde, Katzen oder Vögel ist ebenfalls gefährdet
- Schokolade und Gewürze: In seltenen Fällen befallen sie auch Süßwaren und stark duftende Vorräte
Warum sind Lebensmittelmotten so problematisch?
Die Larven verunreinigen Lebensmittel durch:
- Kot und Spinnfäden, die an feine Netze erinnern
- Verpuppungen und leere Hüllen
- Bohrlöcher in Verpackungen – sie beißen sich sogar durch Papier oder dünne Plastikfolien
Einmal befallen, sind die betroffenen Produkte nicht mehr genießbar und sollten entsorgt werden.
Tipp zur Vorbeugung:
- Vorräte luftdicht in Glas- oder Metallbehältern lagern
- Neue Lebensmittel direkt nach dem Einkauf umfüllen und regelmäßig kontrollieren
- Bei Verdacht auf Befall: Pheromonfallen zur Überwachung einsetzen
Fazit:
Lebensmittelmotten ernähren sich im Larvenstadium von trockenen Vorratsprodukten mit hohem Stärke- oder Zuckeranteil. Einmal im Haus, können sie sich schnell ausbreiten – daher lohnt es sich, bei der Vorratshaltung sorgfältig vorzugehen.